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Fragen und Antworten

Immer wieder hört und liest man, dass der Bedarf an stationären Pflegeplätzen in verschiedenen Städten und Regionen rückläufig ist. Trifft dies auch auf Rapperswil-Jona zu?
Eine solche Trendwende ist in Rapperswil-Jona nicht absehbar. Zurzeit sind ca. 60 Bürgerinnen und Bürger von Rapperswil-Jona in auswärtigen Alters- und Pflegeeinrichtungen untergebracht – teilweise aufgrund von Kapazitätsengpässen. Die Anzahl Pflegeplätze ist seit zehn Jahren unverändert. Im Quervergleich mit anderen Städten hat Rapperswil-Jona wenige Plätze.

Könnte man anstelle eines Neubaus nicht das Bürgerspital und das Pflegezentrum Meienberg renovieren?
An beiden Orten sind die Um- und Ausbaumöglichkeiten beschränkt. Im Bürgerspital sind strenge denkmalpflegerische Auflagen zu erwarten. Ausserdem ist es in der heutigen Zeit kaum noch möglich, so kleine Zentren praktisch zu organisieren und wirtschaftlich zu führen.

Ist trotz der Grösse der Anlage ein persönliches Ambiente gewährleistet?
Ja. Denn das Pflegezentrum wird in übersichtlichen Wohngruppen organisiert. Jede Wohngruppe verfügt über einen eigenen Essbereich und gemütliche Aufenthaltsnischen. Die Bewohnerinnen und Bewohner essen in der Wohngruppe, statt wie früher in einem grossen Speisesaal.

Was bietet das Zentrum Schachen der Bevölkerung?
Neben den privaten Wohnbereichen sind im Zentrum Schachen gemeinschaftlich genutzte Räume wie zum Beispiel ein öffentliches Restaurant mit Gartenterasse und Veranstaltungsräume geplant. Auch sind Dienstleistungen wie Coiffeur/Podologie vorgesehen, die zum Beispiel auch den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alterswohnungen offenstehen. Das Zentrum Schachen soll ein offener Ort der Begegnung für die ganze Bevölkerung werden.

Was bedeutet das Projekt für die Mitarbeitenden von RaJoVita?
Zeitgemässe Anstellungsbedingungen sind der Stiftung RaJoVita schon heute ein wichtiges Anliegen in einem umkämpften Fachkräftemarkt. Für die Mitarbeitenden der bestehenden Alterseinrichtungen in Rapperswil-Jona eröffnen sich mit dem Zentrum Schachen zusätzliche Chancen, in einem modernen und zukunftsorientierten Unternehmen zu arbeiten.

Wird der Neubau Umweltstandards wie zum Beispiel Minergie erfüllen?
Der Neubau des Pflegezentrums orientiert sich an den Grundsätzen des Standards für nachhaltiges Bauen Schweiz SNBS. Eine Zertifizierung ist für Pflegezentren aber nicht vorgesehen.

Wieviel kostet das Pflegezentrum?
Gemäss Schätzung kostet das Pflegezentrum rund CHF 63 Mio. (+/– 15 %).

Besteht bei einer Investorenlösung nicht die Gefahr, dass sich der Investor zu stark einmischt?
Der Investor steigt «nur» ins Immobiliengeschäft ein. Die Stadt Rapperswil-Jona entwickelt das Projekt in jedem Fall bis zur Baueingabe. Damit behält sie maximalen Einfluss auf die Gestaltung und Umsetzung des Projekts. Durch die Leistungsvereinbarung zwischen der Stiftung RaJoVita und der Stadt Rapperswil-Jona ist ausserdem die Qualität der erbrachten Pflegeleistungen langfristig garantiert.

Könnte das Projekt durch die Stadt nicht günstiger gebaut werden als durch einen Investor?
Die öffentliche Hand ist an Abschreibungsvorgaben gebunden, welche die Kostenseite ebenfalls belasten. Die Stadt wird bei einer Selbstfinanzierung wiederum öffentlich ausschreiben müssen. Das führt erfahrungsgemäss nicht zu tieferen Baukosten.